Von Goethe trennt euch eine ganze Welt
Hört zu, ihr deutschen Männer, Mädchen, Frauen,
Und sammelt Subskribenten unverdrossen;
Die Bürger Frankfurts haben jetzt beschlossen,
Ein Ehrendenkmal Goethen zu erbauen.
“Zur Messzeit wird der fremde Krämer schauen” –
So denken sie – “dass wir des Manns Genossen,
Dass unserm Miste solche Blum entsprossen,
Und blindlings wird man uns im Handel trauen.”
O, lasst dem Dichter seine Lorbeerreiser,
Ihr Handelsherrn! Behaltet euer Geld.
Ein Denkmal hat sich Goethe selbst gesetzt.
Im Windelnschmutz war er euch nah, doch jetzt
Trennt euch von Goethe eine ganze Welt,
Euch, die ein Flüsslein trennt vom Sachsenhäuser.
Gedicht aus Anlass der Diskussion um ein Goethedenkmal in Frankfurt 1821
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Von Heinrich Heine
Im Blog veröffentlicht am Sonntag, 28. März 2010
Abgelegt unter 19. Jahrhundert, Johann Wolfgang Goethe, Straßen, Plätze, Bauwerke, Zeitzeuge
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Tags: Denkmäler, Goethe, Heine