Wachensturm

Niemand mochte bei der Befreiung Deutschlands helfen

Christian Heinrich Eimer
Wir wurden, etliche 30 Studenten, in drei Rotten abgeteilt. Wir Heidelberger sollten unter der Führung von Bunsen von der Münze aus, wo wir uns abends zu versammeln hatten, die Hauptwache nehmen. Eine zweite Abteilung sollte die Konstablerwache stürmen und das daneben liegende Zeughaus öffnen, um die zwei Kanonen und Flinten herauszuholen: zu dieser Abteilung wurden einzelne, speziell Bayern, die Artillerieschulen durchgemacht, gewählt, und Patronen für die Geschütze waren gefertigt. Die dritte Rotte hatte einiger kleinere ...


Revolution – und keiner geht hin

Frankfurter Journal
Während in hiesiger Stadt bisher die tiefste Ruhe herrschte, und die Messgeschäfte den erwünschten Fortgang hatten, wurden dieselben gestern Abend um halbzehn Uhr auf die empörendste Weise unterbrochen. Um diese Zeit stürmten nämlich zwei bewaffnete Haufen auf die Hauptwache und Konstablerwache, woselbst sich die Gefangenen befanden, griffen ganz unvermutet von zwei Seiten die Hauptwache an, schossen die Schildwachen nieder, gerieten mit dem Militär ins Handgemenge, wodurch es ihnen, nachdem noch ein Sergeant niedergeschossen war, gelang, ...


Wachensturm

Monika Gemmer
Wachensturm von 1833 Es sollte der Beginn der Revolution werden: Angespornt von den Aufständen in Frankreich, Polen und anderen europäischen Ländern, angestachelt von den revolutionären Reden auf dem Hambacher Fest, provoziert vom repressiven Vorgehen der Regierungen gegen jene, die immer lauter Bürgerrechte und nationale Einheit forderten, entschlossen sich etwa 50 Aufständische am 3. April 1833 zu einem Überfall auf die beiden Frankfurter Polizeiwachen, die Haupt- und die Konstablerwache.