Frankfurter Hof – das Hotel, das Thomas Mann unsterblich machte
Monika Gemmer
Hemingway findet das Grandhotel schlicht "zu teuer", Thomas Mann macht es unsterblich: Um den Frankfurter Hof ranken sich viele Geschichten.
Die Tote liegt vor der Couch auf dem Rücken. Das linke Bein ist unter dem Sofa, das rechte auf dem Sitzpolster. Der Rock des anthrazitfarbenen Kostüms ist hochgerutscht und entblößt einen Nylonstrumpf an Strapsen. Auf der Couch liegt eine schwarze Handtasche. So fand die Polizei am 1. November 1957 in Frankfurt die Leiche von Rosemarie Nitribitt.
Das Tatortfoto, das in einem Schaukasten im Kriminalmuseum des neuen Frankfurter Polizeipräsidiums hängt (jahrzehntelang über ihrem Original-Schädel, der inzwischen in ihrem Grab auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof bestattet worden ist), zeigt nur die untere Hälfte der Leiche. Andere Tatortfotos sind der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich, aus gutem Grund: Die Tote ist schon in Verwesung übergegangen, das Gesicht nur eine aufgedunsene Masse. Aus Mund, Ohren und Nase ist Blut gedrungen. Am Hinterkopf eine blutende Wunde von einem harten Gegenstand. Der Tod freilich kam anders: Der Hals weist bis zum Dekolleté Würgemale auf.
Die Tote liegt vor der Couch auf dem Rücken. Das linke Bein ist unter dem Sofa, das rechte auf dem Sitzpolster. Der Rock des anthrazitfarbenen Kostüms ist hochgerutscht und entblößt einen Nylonstrumpf an Strapsen. Auf der Couch liegt eine schwarze Handtasche. So fand die Polizei am 1. November 1957 in Frankfurt die Leiche von Rosemarie Nitribitt.