Preußen

Preußische Provinzstadt Frankfurt

Monika Gemmer
Hufe klappern über Kopfsteinpflaster. Ein Pferdeomnibus fährt Sonntagsausflügler zum Oberforsthaus, andere pilgern über die Heide in den Nachbarort Bornheim zum Tanz. Oder zur neuen Galopprennbahn nach Niederrad. Oder flanieren über den Roßmarkt, der noch direkt in die Hauptwache übergeht, und setzen sich unter die Bäume des Goetheplatzes. Eigentlich wie immer. Freies Sonntagsleben in einer freien Stadt. Aber das ist Frankfurt nicht mehr.


Der Dom brennt

Frankfurter Rundschau
Dombrand 1867 Nach allem, was man so darüber weiß, hatte der preußische König Wilhelm I. seinen Frankfurt-Besuch am 15. August 1867 als Geste guten Willens und versöhnlich-diplomatischen Staatsakt angelegt. Zu befrieden gab es in der Tat einiges für den 70jährigen Monarchen: Im Juli des ...


Hessen-Denkmal

Fred Kickhefel
Hessen-Denkmal Dass es einmal eine (grüne) Stadtverordnete namens Jutta Ditfurth geben sollte, ist nur der Qualität eines Ringkragens zu danken. Dieses militärische Dekor nämlich bestand nicht allein aus massivem Silber, sondern wurde auch geziert von einem vergoldeten Wappen mit Bronzekern. Das gute Stück lag einst um den Hals des Fähnrichs Karl Freiherr von Ditfurth. Für Jutta Ditfurths Vorvater, Offiziersanwärter im 1. Bataillon des preußischen Garde-Regiments, war der 2. Dezember 1792 in Frankfurt die "Feuertaufe" - und beinahe auch das Lebensende. Wäre da nicht eben jener besagte Ringkragen gewesen.


Deutscher Krieg

Monika Gemmer
Einmarsch preußischer Truppen Unter dieser Bezeichnung ist die siebenwöchige militärische Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich von 1866 in die Geschichte eingegangen, die bis dato zu einem gemeinsamen Deutschen Bund gehört hatten. Frankfurt spielte dabei eine zentrale Rolle, denn hier, im Palais Thurn und Taxis, tagte seit 1816 der Bundestag, ein ständiger Kongress von Gesandten aus den Mitgliedsländern des Deutschen Bundes.