Liebespaare

Bertha Pappenheim: Kämpferin gegen soziales Unrecht

Monika Gemmer
Sie ist eine Tochter aus gutem jüdisch-orthodoxen Hause - und um 1900 eine der ersten, die öffentlich die Zwangsprostitution anprangert. Bertha Pappenheim kämpft in Frankfurt mit Partnerin Hannah Karminski zusammen gegen soziales Unrecht. Den Nazis sind die Frauen ein Dorn im Auge.


Goethes Mutter sorgt für einen handfesten Skandal

Monika Gemmer
Mochte die Frankfurter Gesellschaft noch so die Nase rümpfen: Um die Witwe Katharina Elisabeth Goethe war es geschehen, als sie den jungen Schauspieler das erste Mal erblickte. Altersunterschied hin oder her.


Marika Kilius

Fred Kickhefel
Im heißen Sommer 1964 legt Marika Kilius, ganz ohne Eis, eine Kür hin, die das Publikum glatt mit der Traumnote "6" bewertete. In diesem Sommer heiratet die erfolrgeiche Eiskunstläuferin aus Frankfurt einen Wirtschafts-Adeligen aus Sulzbach - Werner Zahn, den Kronprinzen der Frankfurter Feuerzeugmarke Ibelo. Nach Meinung vieler Schaulustiger war bei dieser Hochzeit eigentlich der Falsche angetanzt.


Karoline von Günderrode und Friedrich Kreuzer

Frankfurter Rundschau
Sie trafen sich heimlich im Frankfurter Kettenhof: Die Dichterin Karoline von Günderrode und der verheiratete Professor Creuzer. Die Beziehung endete tragisch - mit einem der namhaftesten Selbstmorde der Literaturgeschichte.


Susette Gontard und Friedrich Hölderlin

Frankfurter Rundschau
Susette Gontard als Diotima Warum sind sie bloß so früh zur Welt gekommen? 200 Jährchen später hätte alles ganz anders ausgesehen. Der Hauslehrer hätte seine Arbeitgeberin verführt, sie wäre mit ihm durchgebrannt, der gehörnte Ehemann hätte sein Elend unter dem Siegel der Verschwiegenheit als Serie einem Boulevard-Blatt anvertraut, und zwei Monate später wäre die Geschichte selbst als Party-Thema durch gewesen. Stattdessen wurden zwei Leben zerstört. Der Hausherr schlug auf den Tisch und jagte den Nebenbuhler davon. Der wurde zwar ein berühmter Dichter, starb aber in geistiger Zerrüttung. Der Ehemann setzte ungerührt seine Erfolgsgeschichte als Kaufmann fort, die Hausfrau und Mutter siechte vier Jahre lang in ihrer Sehnsucht dahin und starb am 22. Juni 1802 im Alter von nur 33 Jahren. Doch Susette Gontard, jene schöne Frankfurter Kaufmannsgattin, ging als "Diotima", Hölderlins Muse, in die Literaturgeschichte ein.


Sollte dich jemand sehen – das tut gar nichts

Susette Gontard
Ich muss Dir schreiben, Lieber! Mein Herz hält das Schweigen gegen Dich länger nicht aus, nur noch einmal lass meine Empfindungen sprechen vor Dir, dann will ich, wenn Du es besser findest, gerne, gerne, still sein. Wie ist nun, seit Du fort bist, um und in mir alles so öde und leer, es ist als hätte mein Leben alle Bedeutung verloren, nur im Schmerz fühl ich es noch. (…) Im offnen, freien Feld ist es mir ...