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Frankfurt Story » Kaiserwahl



Kaiserwahl

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Der Teufel war dabei

Wilhelm Hauff
Ich könnte dir, geneigter Leser meiner Memoiren, vieles Ergötzliche und Interessante erzählen, was ich in der freien Stadt Frankfurt erlebt (...) wo ich oft hinter den Stühlen der Kurfürsten stand, und den Kaiser wählen half, wo ich so oft unter guten Freunden im Römer und beim Römer saß, wenn das neue Haupt des vielgliedrigen Leibes, Deutsches Reich genannt, mit der Krone geschmückt worden war (...) von dem tiefen, geheimnisvollen Wesen der Diplomatie, von dem herrlichen ...


Römerberg

Frankfurter Rundschau
John F. Kennedy auf dem Römerberg Sie bevölkern den Römerberg noch immer, die kaiserlichen Untertanen. Nur dass sie nicht mehr dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation huldigen, sondern dem Tenno des fernen Landes Nippon. Der Römerberg: Jahrhundertelang geschichtsträchtiges Zentrum Frankfurts - von den prosaischen Einheimischen auch als "Gut Stubb" bezeichnet. Schon Stadtgründer Karl der Große hat den historischen Ort beschritten - der damals noch gar nicht Römerberg hieß. Natürlich auch ein Bub namens Johann Wolfgang G., das Wunderkind Wolfgang Amadeus M., Preußen-Kaiser Wilhelm I. und sein unsäglicher Enkel Nummer II. Ach ja: Adolf Hitler besuchte hier mal offiziell die ungeliebte "Judenstadt". Später kamen die US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower (noch als US-Militärgouverneur), John F. Kennedy, Jimmy Carter und und und.


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Ansturm auf den Krönungsochsen

Zeitzeuge
Es ist auch auf abgedachtem Kaiserl. und Königl. Hochzeitlichen Hof ein Ochs dem alten Herkommen nach gebraten worden, nämlich und nachfolgendermaßen: Vor dem Römer, nicht fern vom Röhrbrunnen (...) hat man eine große Küchen aufgeschlagen, darin ein geschlachteter Ochs an einem hölzernen Bratspieß ganz und unzerhauen mit dem Kopf und Füßen gesteckt, welcher auch gespickt und ausgefüllt gewesen mit allerhand Tieren, als einem Schwein, Hammel, Reh, etliche Spanferkelein, Antvogeln, Rebhühnern, Pfauen, Cramatvögeln, Gänsen, Enten, Hühnern, Hahnen und Bratwürsten etc. Solchen Ochsen hat man am Sonntag vor der Krönung angefangen zu braten und hat gewähret bis auf den Montag nach gehaltenem Hof und Bankett. Als es nun ungefährlich und drei Uhr nachmittags gewesen, hat man den gebratenen Ochsen öffentlichen Preiß gemacht, darauf ist von dem Volk erstlich die Küchen, welche allenthalben herum mit Brettern verschlagen gewesen, angefallen und zerrissen, damit ein solch Getümmel und Rumor worden, das nicht zu sagen ist.


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Einzug zur Kaiserwahl

John Reresby
Die Gesandten hielten ihren Einzug in Frankfurt mit nicht geringerem Staat und Gefolge als ihre Herren selbst und sie wurden von der Stadt mit nicht geringer Feierlichkeit empfangen. Der Gesandte des Königs von Ungarn kam an demselben Tage an wie wir; er führte 15 sechsspännige Kutschen mit sich, ferner neun Wagen mit kostbarem Gepäck, über das Schabracken und Saumtierdecken gebreitet waren; auch diese Wagen wurden von je sechs Rossen gezogen; jedem folgten 15 Bediente, ...