Hausbesetzung

Das erste Haus wird besetzt

Zeitzeuge
Wir haben dieses Haus besetzt, um zu verwirklichen, was Regierung und Magistrat immer nur versprechen. Deshalb werden wir dieses Haus selbst verwalten. Hausbesetzer in der Eppsteiner Straße 47, 1970


Nächste Station: Liebigstraße 20

Frankfurter Rundschau
Die Hausbesetzungen gehen im Westend Schlag auf Schlag weiter. Am Samstagnachmittag wurde von Arbeitern, Lehrlingen, Pädagogen sowie einem Studenten das Haus an der Liebigstraße 20 okkupiert. Der guterhaltene Altbau mit tadelloser Fassade steht, nachdem er im März den Besitzer wechselte, seit dem Mai leer. Jetzt haben darin sieben ausländische und deutsche Familien mit insgesamt vierzehn Kindern neue Wohnungen gefunden. Am Sonntagmittag nahm der Hauseigentümer Kontakt mit dem Wohnkollektiv auf. Wie verlautete, gab es keine Drohungen ...


Mittwoch, 20.15 Uhr: Zweite Hausbesetzung

Frankfurter Rundschau
Zum zweiten Mal nach dem 19. September ist am Mittwoch im Frankfurter Westend ein Haus besetzt worden. Der „Okkupation" des Anwesens Eppsteiner Straße 47 folgte gestern um 20.15 Uhr die Übernahme des Hauses Corneliusstraße 24 "in Selbstverwaltung". Eine dreißigköpfige Hilfstruppe, die — bestehend aus Studenten und jungen Leuten aus allen Berufsschichten — der Wohnraummisere in Frankfurt einen „Robin-Hood-Kampf" angesagt hat, schleuste zwei Familien mit sieben ...


Im Westend beginnt der Häuserkampf

Frankfurter Rundschau
"Wir haben dieses Haus besetzt, um zu verwirklichen, was Regierung und Magistrat immer nur versprechen. Deshalb werden wir dieses Haus selbst verwalten". So lautet die Inschrift auf einem der vielen Transparente, die von den Balkonen des Eckhauses Eppsteiner Straße 47 flattern. Das Haus wurde am frühen Samstagmorgen gegen vier Uhr von kinderreichen Familien, ausländischen und deutschen Arbeitern, Studenten and Lehrlingen besetzt. Diese „Hausgemeinschaft Eppsteiner Straße 47" betont: „Wir meinen das nicht nur als Demonstration. Wir ...