Altstadt

Luftangriff auf Frankfurt

Claudia Michels
Am Vormittag des 18. März 1944 führt Ernst Buxmann seine Braut Lieselotte in den Frankfurter Römer zum Standesamt. Elf Stunden später, das frischgebackene Ehepaar feiert noch, steht Frankfurt in Flammen.


Braubachstraße – die Straße über dem Bach

Monika Gemmer
Nicht nur die Bombenangriffe haben Frankfurts Altstadt zugesetzt: Für eine Verbindung zum Hauptbahnhof wurde eine zerstörerische Schneise geschlagen, ganze Häuser in der Mitte durchgeschnitten.


Blutbefleckte Metzger unter Schöpsenkeulen

Victor Hugo
Die Fleisch-Schirnen gehören zu den Sehenswürdigkeiten Frankfurts, die leider wohl bald verschwinden werden. Sie nehmen zwei alte Gassen ein. Noch nie habe ich so großartige Haufen von frischem Fleisch und darüber hingeneigt so alte und schwarze Häuser gesehen. Ein eigener Ausdruck gefräßiger Jovialität liegt auf ihren wunderlich verschieferten und geschnitzten Fassaden, deren Erdgeschoss wie ein großer weitaufgerissener Rachen ungeheure Ochsen- und Hammelviertel zu verschlingen scheint. Blutbefleckte Metzger und rosige Metzgerinnen schwatzen anmutig unter Girlanden von ...


Altstadt

Claudia Michels
Mehlwaage um 1880Das Gassengewirr zwischen Römerberg und Fahrgasse, das man heute als "mittelalterliche Altstadt" vor Augen hat, war schon lange vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aus Sicht vieler Frankfurter zu einem "aale Gelersch" verkommen.


Haus Wertheym

Frankfurter Rundschau
Haus WertheymFrüher soll an dieser Stelle ein Bordell gestanden haben. Heute kehren Touristen und Einheimsche gerne auf ein Stück Torte in die Konditorei ein. Das Haus Wertheym, errichtet auf einem massiven roten Unterbau aus Mainsandstein, ist das einzige noch erhaltene mittelalterliche Fachwerkhaus der Altstadt. Früher war es vermutlich ein Kontorhaus, sein Name leitet sich von der Stadt Wertheim ab.