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Es sollte der Beginn der Revolution werden: Angespornt von den Aufständen in Frankreich, Polen und anderen europäischen Ländern, angestachelt von den revolutionären Reden auf dem Hambacher Fest, provoziert vom repressiven Vorgehen der Regierungen gegen jene, die immer lauter Bürgerrechte und nationale Einheit forderten, entschlossen sich etwa 50 Aufständische am 3. April 1833 zu einem Überfall auf die beiden Frankfurter Polizeiwachen, die Haupt- und die Konstablerwache.

Vom Waldstadion zur Commerzbank-Arena: Das Frankfurter Stadion im Stadtwald hatte viele Namen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Militärschießanlage wurde es am 21. Mai 1925 inmitten der „schönste[n] deutschen[n] Sportanlage“ von Oberbürgermeister Ludwig Landmann als „Waldstadion“ eröffnet. Vier Jahre war am von Gartenbaudirektor Max Bromme entworfenen Sportpark gebaut worden.

Wer auf Frankfurts Stadtplan sieht, wird die Wallanlagen als kleine Schwester des Grüngürtels erkennen. Für häufig innenstadtkreuzende Frankfurter bedeuten sie einen ständigen Quell der Freude, weil ihr Grün sich so wohltuend gegen das viele Grau und Glas der Bebauung im Zentrum abhebt. Wer die Wallanlagen durchstreift, sieht auch ein Stück Realität einer reichen Stadt, auf jeder Parkbank fast: Dort schlafen oder trinken die, die einen anderen Platz dafür nicht haben.

Als er die Stadtregierung übernahm, glich Frankfurt einem Trümmerhaufen. Walter Kolb (SPD) war nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 der erste demokratisch gewählte Bürgermeister der Mainmetropole. Sein Wunsch lautete: "Seid einig für unsere Stadt." Die Älteren mögen den beliebten und beleibten Bürgermeister noch miterlebt haben, die Jüngeren erinnert unter anderem eine Straße in Sachsenhausen an ihn. Während seiner zehnjährigen Amtszeit leistete Kolb Großes für die Stadt: Seine Hauptaufgaben lagen darin, die Nachkriegsnot zu lindern und die Stadt wiederaufzubauen. Seine Regierung schuf die Grundlagen für die heutige wirtschaftliche Stellung und das moderne Bild Frankfurts.

Es ist vermutlich einer der lustigsten Treppenwitze der Weltgeschichte, dass die Wasserhäuschen einst eingerichtet wurden, um dem galoppierenden Alkoholismus Einhalt zu gebieten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nämlich war das Trinken von Leitungswasser ziemlich riskant. Der gemeine Arbeiter hielt sich lieber an geistvollere Getränke.

Früher war alles besser, auch Frankfurts ureigenster Feiertag: der Wäldchestag. Zu Zeiten des Dichters und Revolutionärs
Friedrich Stoltze (1816-1891) jedenfalls, da schlossen am Dienstagnachmittag nach Pfingsten die Geschäfte, da hatten die Kinder schulfrei und da machten sich die Frankfurter richtig fein, bevor sie hinaus ins Wäldchen zogen - in den Stadtwald am Oberforsthaus.
Beim Jahrtausend-Hochwasser anno 1342 riss der Main die Alte Brücke weg. Ganz Sachsenhausen stand unter Wasser.

Die "Stadt des Handwerks" der Nazis war kein Zentrum des politischen Widerstandes. Und doch hat es sie auch hier gegeben: Von rund 1500 Menschen in Frankfurt weiß man, dass sie sich der Boykott-Hetze der Nationalsozialisten entgegen gestellt und dabei viel riskiert haben.

"Es ist kurz vor Fastnacht. Die Welt steht kopf." Kollege Rudi Appel, der diese Zeilen am Samstag, dem 19. Januar 1963, im Lokalteil der FR schreibt, bezieht sich damit auf das närrische Wetter-Treiben dieses Winters. Seit fast 20 Jahren - genauer gesagt: seit 1946/47 - hat Väterchen Frost Europa, Deutschland und damit Frankfurt nicht mehr so erbarmungslos im Griff gehabt.