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Karl dem Großen soll im achten Jahrhundert der Aufstieg des sumpfigen Fleckens am Main zu einem bedeutenden Ort des Reiches begonnen haben - dabei war der Frankenkönig in Frankfurt nie zuhause. Wie damals für Herrscher üblich, reiste Karl von Residenz zu Residenz, hielt sich mal in dieser, mal in jener Pfalz auf. Eine davon stand zwar in Frankfurt, am liebsten aber war Karl in Aachen. Erst sein Enkel, Ludwig der Deutsche, wohnte hauptsächlich am Main.

Von den im Schnitt drei bis fünf Hinrichtungen, die ein Frankfurter Scharfrichter so binnen eines Jahres zu vollstrecken hatte, konnte man keine Familie ernähren. Die 26 Gulden Jahressalär, die die Stadt ihm auszahlte, reichten nur für wenige Mahlzeiten im Haus des Henkers - und überhaupt: Was machte der Mann eigentlich den Rest des Jahres über? Der Frage ist der Kommunalhistoriker Thomas Bauer nachgegangen - und er hat eine verblüffende Antwort in uralten Römer-Dokumenten gefunden.

Sie trafen sich heimlich im Frankfurter Kettenhof: Die Dichterin Karoline von Günderrode und der verheiratete Professor Creuzer. Die Beziehung endete tragisch - mit einem der namhaftesten Selbstmorde der Literaturgeschichte.
Schon den ganzen Tag hatte Susanna Catharina Feith über schlimme Leibschmerzen geklagt. Als ein Geselle der Kranken am 15. Februar 1776 gegen 9 Uhr abends Tee und Arznei bringt, bemerkt er die blutigen Hände der Magd.
Kein Bild, nirgends. Die Historikerin Rebekka Habermas und das Team des Frankfurter Instituts für Stadtgeschichte haben über Wochen in Archiven, Magazinen, Bibliotheken und Grafik-Kabinetten vergeblich danach gesucht. Überall Fehlanzeige: Es gibt weder ein zeitgenössisches Porträt noch ein postum gefertigtes Konterfei von Susanna Margaretha Brandt. Dabei war die Kindsmörderin zu Lebzeiten und auch noch in ihrer Todesstunde - die Hinrichtung erfolgte 1772 auf dem Paradeplatz vor der Hauptwache - eine in Frankfurt berühmt-berüchtigte Person. Sie brachte es auch zu weltweitem literarischen Nachruhm: Johann Wolfgang Goethe nahm sich die Delinquentin als Vorbild für die Figur des Gretchen in der Faust-Tragödie.

Schuld an allem sind wieder mal - wie oft - die Preußen. Die nämlich schluckten 1866 die bis dato Freie Reichsstadt. Ab sofort war Schluss mit lustig: Es gab Vermummungs- und Versammlungsverbote (was manch ein Fastnachtshasser heute stürmisch begrüßen würde), und überhaupt: Der Preuße lacht nicht gerne. Nicht über sich, vor allem aber nicht über seinen Herrn. Doch während die Staatsmacht auf die Großstadt ein wachsames Auge geworfen hatte, interessierte sich kein Schwein dafür, was sich fernab vor den Stadttoren in dem kleinen Dörfchen Heddernheim abspielte.
Man kennt ihn als Meister der Etikette - dabei benahm sich Freiherr von Knigge oft genug daneben. In seiner Frankfurter Zeit gediehen die Illuminaten am Main unter seiner Regie prächtig.

Dumm gelaufen. Da hinterlässt einer, dessen deutsch-nationales Über-Ich ihn zwingt, einen vermeintlichen "Vaterlandsverräter" zu meucheln, viele Hinweise und nimmt sich für die Reise viel Zeit, auf dass ihn doch wohl schon irgendwer von seinem Tun abhalten werde. Ein netter Versuch, aber kein Mensch merkt etwas und so steht der Jenaer Burschenschaftler Carl Ludwig Sand an diesem Dienstag, dem 23. März 1819, in der Mannheimer Wohnung des Komödien-Dichters August von Kotzebue - den Dolch im Rockärmel.
Frankfurt liest ein Buch - in diesem Jahr ist es "Ginster" von Siegfried Kracauer. Der junge Frankfurter Redakteur wird mit dem 1928 erschienen Roman weithin bekannt - und zur Hassfigur der Nazis. 1933 muss er Deutschland verlassen.
Beim spektakulärsten Frankfurter Kunstraub wurden 1994 drei Bilder aus der Schirn entwendet - die Hintermänner sind bis heute unbekannt.