Frankfurt-Lexikon

Sie möchten mehr über die Stadt wissen? Suchen Sie gezielt im alphabetischen Index nach Einträgen, wählen Sie eine Themengruppe oder stöbern Sie unten einfach drauflos.

Index A-Z:

    1. #
    2. A
    3. B
    4. C
    5. D
    6. E
    7. F
    8. G
    9. H
    10. I
    11. J
    12. K
    13. L
    14. M
    15. N
    16. O
    17. P
    18. Q
    19. R
    20. S
    21. T
    22. U
    23. V
    24. W
    25. X
    26. Y
    27. Z


Themen:



Handkäs’

Handkäs'Was dem Bayern die Weißwurst, ist dem Hessen der Handkäs’. Beides wird von den Einheimischen mit Wonne verspeist, während Fremde zunächst nur die Nase rümpfen. Sieht ja auch komisch aus, unappetitlich fast. Manch einer ist schon jahrelang in Apfelweinkneipen eingekehrt, bis er sich an seine erste Portion Handkäs’ mit Musik wagt.

Hans Winkelsee und der Eschenheimer Turm

Die Geschichte spielt etwa 1550, das war also zwei Jahre vor der 22 Tage währenden Belagerung der hiesigen Stadttore durch die Truppen des Schmalkaldischen Bunds, als Gott sei dank "die abgefeuerten Kugeln über den Turm hinweg geflogen sind", wie Turm-Chronistin Ruth Schwarz berichtet. Das ist lange her und deshalb kennen die Sage vom Winkelsee, der neun Tage im Eschenheimer Turm wegen Wilderei im Frankfurter Forst eingesperrt war, schon ein paar Leute. Jedenfalls starrt sommers am Eschenheimer Tor die halbe Welt nach oben zu der vergoldeten Wetterfahne und zählt die neun Löcher ab, die der Dieb mit der Büchse hinein geschossen habe.

Hauptbahnhof – anno 1888 der größte Kopfbahnhof weltweit

Hauptbahnhof 1888 Ein aufregender Tag muss es gewesen sein, damals im Jahr 1888: Hektisch verlegen 1200 Arbeiter noch in der Nacht vom 17. auf den 18. August bei Fackelschein die letzten Gleise. Dann, um 4.47 Uhr rollt aus Hamburg der Zug mit der Nummer 306 in den damals größten Kopfbahnhof der Welt. Mit Hurra-Rufen begrüßen die Zuschauer die blumengeschmückte Lok, und die ersten 88 Fahrgäste schauen sich in der prächtigen Bahnstation um, die damals noch vor den Toren der Stadt liegt.

Hauptstadt-Frage

Konrad Adenauer / Bild:dpaBonn oder Frankfurt? So lautete 1948/49 die heftig diskutierte Alternative in der Frage, welches die Hauptstadt der künftigen westdeutschen Republik werden solle. Frankfurts Aussichten galten lange Zeit als glänzend. Doch der listige Rheinländer Konrad Adenauer trickste die siegesgewissen Frankfurter aus.

Hauptwache

Hauptwache Fragt man in Frankfurt die Leute, was denn die Hauptwache sei, bekommt man viele Antworten. Die einen haben einen Platz vor Augen, andere verwechseln die Hauptwache mit der Zeil. Wieder andere gehen davon aus, mit der Verabredung sei das Café Hauptwache gemeint. Oder auch die Standuhr dahinter. "Die Uhr an der Hauptwache, unter der sich jeder von uns schon einmal verabredet hat, geht weiter ihren Gang ...", schwärmte der Chronist des Frankfurter Anzeigers im Juli 1944. Da war das Wachengebäude nach den verheerenden Bombenangriffen ein spitzgiebliges Gerippe und die Stadt sah sich bis ins Mark getroffen.

Haus Wertheym

Haus WertheymFrüher soll an dieser Stelle ein Bordell gestanden haben. Heute kehren Touristen und Einheimsche gerne auf ein Stück Torte in die Konditorei ein. Das Haus Wertheym, errichtet auf einem massiven roten Unterbau aus Mainsandstein, ist das einzige noch erhaltene mittelalterliche Fachwerkhaus der Altstadt. Früher war es vermutlich ein Kontorhaus, sein Name leitet sich von der Stadt Wertheim ab.

Häuserkampf

Im Westend sah es schlimm aus damals. Überall verkommende, mit Brettern vernagelte Wohnhäuser. "Ein Stadtteil stirbt, damit aus ihm ein neuer, angeblich zeitgemäßer entstehen kann", resümierte die Zeitung Publik. Grundsatz der Frankfurter städtebaulichen Entwicklung war der "Fingerplan", der per baurechtlicher Befreiungen die Hochhaus-Entwicklung entlang der Ausfallstraßen vorsah. Besonders im zum City-Erweiterungsgebiet erklärten Westend: Hunderte von gutbürgerlichen alten Häusern waren an Investoren, die damals noch Spekulanten hießen, verkauft. Mancher erdachte eine Schikane nach der anderen, um Mieter aus Gebäuden zu treiben, die plötzlich allenfalls den Boden wert sein sollten, auf dem sie standen. Planungsdezernent Hans Kampffmeyer sprach von "privatwirtschaftlicher Erneuerung der Stadt". Denkmalschutz gab es ebenso wenig wie das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum.

Heinrich Hoffmann

Was, wenn man ihm begegnet wäre, dem nach dem Urteil des Stadthistorikers Wolfgang Klötzer "jungen, gut aussehenden Herrn Doktor" Hoffmann? Große, tief blickende Augen, sinnlicher Mund, schwarze Halsschleife, hoher weißer Kragen. Aber nie Geld in der Tasche. Jedenfalls in seinen jungen Jahren.

Hessen-Denkmal

Hessen-Denkmal Dass es einmal eine (grüne) Stadtverordnete namens Jutta Ditfurth geben sollte, ist nur der Qualität eines Ringkragens zu danken. Dieses militärische Dekor nämlich bestand nicht allein aus massivem Silber, sondern wurde auch geziert von einem vergoldeten Wappen mit Bronzekern. Das gute Stück lag einst um den Hals des Fähnrichs Karl Freiherr von Ditfurth. Für Jutta Ditfurths Vorvater, Offiziersanwärter im 1. Bataillon des preußischen Garde-Regiments, war der 2. Dezember 1792 in Frankfurt die "Feuertaufe" - und beinahe auch das Lebensende. Wäre da nicht eben jener besagte Ringkragen gewesen.

Hirschkuh und Frankenfurt

Eine weiße Hirschkuh spielt in der Geschichte um die Gründung Frankfurts eine zentrale Rolle. Sie soll vor Karl dem Großen aufgetaucht sein, als dieser mit seinen Truppen auf der Flucht vor den Sachsen plötzlich vor einem nebelverhangenen Fluss - dem Main - stand und nicht weiter wusste. Die Hirschkuh, so heißt es, fand für sich und ihr Kalb eine sichere Furt über den Fluss und wies dem Frankenkönig so den Weg. Der baute aus Dankbarkeit an dieser Stelle eine Königspfalz und nannte sie "Furt der Franken".

Hoch über Frankfurt: Die Skyline

Sie ist das Symbol von "Mainhattan" und Wahrzeichen der Bankenstadt Frankfurt. Entstanden ist die Skyline der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Hochgefühle im Henninger-Turm – seit 1961

Adieu, Henninger-Turm: Der Abriss eines Frankfurter Wahrzeichens ist in vollem Gange. Wir werfen einen Blick zurück auf seine Geschichte.

Im Lexikon blättern:

    1. #
    2. A
    3. B
    4. C
    5. D
    6. E
    7. F
    8. G
    9. H
    10. I
    11. J
    12. K
    13. L
    14. M
    15. N
    16. O
    17. P
    18. Q
    19. R
    20. S
    21. T
    22. U
    23. V
    24. W
    25. X
    26. Y
    27. Z