Frankfurt-Lexikon

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Themen:



Bahnhofsviertel – nicht totzukriegen

Der Stadtteil zwischen Westend, Innenstadt, Main, Gutleut und Gallus entstand nach der Eröffnung des Frankfurter Hauptbahnhofs 1888. Von den Stadtoberen lange vernachlässigt, entwickelte er sich über die Jahre zum Rotlicht- und Spekulantenbezirk. Das Quartier gilt als multikulturellstes Viertel der Stadt mit starkem Entwicklungsbedarf. Beispiel: die Münchner Straße.

Bankenstadt – wie es anfing

Frankfurt - Bankfurt: Wann und wo hat das eigentlich angefangen? Die erste Frankfurter Bank stand 1402 am Römerberg - drei Geldkisten in einer Bude.

Börse

Kaufleute aus allen Ecken des Reiches brachten seit dem frühen Mittelalter Bargeld in die Stadt. Immer zur Messezeit klimperten in Frankfurt Münzen, so verschieden wie die Gebiete, in denen sie geprägt worden waren. Die Unübersichtlichkeit beim Münzgeld begünstigte Betrug und Wucher. Die Frankfurter erkannten: Einheitliche Wechselkurse mussten her.

Bücherverbrennung

Die Bücher brannten nicht gut. Denn der 10. Mai 1933 in Frankfurt war ein „trüber, feuchter Tag“. Lutz Becht, Historiker des Instituts für Stadtgeschichte, hat es penibel recherchiert. Und er erzählt die Geschichte vor etwa 100 gebannt lauschenden Bürgern im Kirchenraum der evangelisch-reformierten Gemeinde im Westend.

Bembel: Natürliche Heimat des Ebbelweis

Bembel Beim Bembel handelt es sich um ein dickbauchiges Gefäß aus Steingut, meist mit grauer Grundfarbe mit blauem Muster, das als Behältnis für Apfelwein dient. Die verschiedenen Größen des Bembels bemessen sich nach der Anzahl der 0,25-Liter-Gläser (Gerippte), die er fasst. Es gibt ihn üblicherweise in den Größen 4er, 8er, 12er und 24er ("Bembel des Todes"). Im wilden Frankfurt hat der Bembel, dieses possierliche irdene Kerlchen, einen natürlichen Feind: den Gast.

Bergen-Enkheims Kampf um Autonomie

Die Gebietsreform 1977 hatte ermöglicht, was die Frankfurter 496 Jahre vergebens versucht hatten - die Eingemeindung von Bergen-Enkheim. Millionenschwere Zugeständnisse gab es, aber auch gute Gründe für die "Ehe" der ungleichen Partner.

Bernhard Grzimek

Auf der Flucht vor der Gestapo gestrandet in Frankfurt: Als der 36-jährige Veterinär Bernhard Grzimek im März 1945 an den Main kam, konnte niemand ahnen, dass aus dem gebürtigen Oberschlesier hier der unerschrockenste und pfiffigste Zoo-Direktor aller Zeiten werden würde. Angefangen hat er fast bei Null: Der Zoo war durch Luftangriffe zerstört, die meisten Tiere waren tot.

Bertha Pappenheim: Kämpferin gegen soziales Unrecht

Sie ist eine Tochter aus gutem jüdisch-orthodoxen Hause - und um 1900 eine der ersten, die öffentlich die Zwangsprostitution anprangert. Bertha Pappenheim kämpft in Frankfurt mit Partnerin Hannah Karminski zusammen gegen soziales Unrecht. Den Nazis sind die Frauen ein Dorn im Auge.

Bethmännchen

Frankfurter BethmännchenSie sind der Stolz der Frankfurter und in der Weihnachtszeit überall zu kaufen: die Bethmännchen. Doch wer sie erfunden hat und warum ausgerechnet drei Mandeln sie verzieren, ist vielen ein Rätsel. Seit langem streiten sich Genießer der Marzipankugeln um ihre Entstehungsgeschichte.

Blanchards Ballonfahrt

Am 3. Oktober 1785 wird am Himmel über Frankfurt Geschichte geschrieben: Dem berühmten Ballonfahrer Jean-Pierre Blanchard glückt die erste Weitfahrt in der Luftfahrt überhaupt. Um die Mittagszeit erreicht er nach dem Start in Frankfurt das Ziel Weilburg. Mit 40 Pfund Ballast, einer Flasche guten Wein, zwei Milchbroten und seinem kleinen Hund war er unter der stummen Bewunderung der Zuschauer in Frankfurt gestartet. Bereits nach drei Minuten, so ist überliefert, soll Blanchard in 600 Metern Höhe seinen Hund über der Bockenheimer Warte am Fallschirm herabgelassen haben.

Bockenheim – Charme im Hinterhof

Hinterhof in BockenheimBockenheim steht am Anfang. Für viele. "Man kommt zum Studieren nach Frankfurt, zieht erst mal in ein Studentenwohnheim, bewegt sich rund um den Campus und die Kneipen drumherum." Auch bei Martin Baier war das so "damals". Mitte der 80er kam er blutjung aus Stuttgart. Einstieg Bockenheim: Uni-Campus, das KOZ, Dr. Flotte, Café Albatros, Karl-Marx-Buchhandlung, Casa Nostra. Klingende Namen mit Vorgeschichte. Hier muss man sich bewegen. Hier muss man studieren.

Bornheim – das “lustige Dorf”

Seit ich se in Bernem traf,bin ich um mein goldne Schlaf,is merr ganz for ewevielTuwak, Kaart und Kegelspiel Seit dem Walzer beim Matternleucht kaa Mond mehr un kaa Sternun kaa Appel in em Kranzbis ich widder mit err danz.Friedrich Stoltze, Der verliebte junge Altegässer Schon lange, bevor Friedrich Stoltze die romantischen Lustbarkeiten zu Bornheim auf seine unverwechselbare Art festhielt, hatte sich das Dorf vor den Toren Frankfurts seinen zweifelhaften Ruhm als Stätte mehr oder minder lasterhafter Vergnügungen erworben.

Braubachstraße – die Straße über dem Bach

Nicht nur die Bombenangriffe haben Frankfurts Altstadt zugesetzt: Für eine Verbindung zum Hauptbahnhof wurde eine zerstörerische Schneise geschlagen, ganze Häuser in der Mitte durchgeschnitten.

Brunnen

Sprudelndes Frankfurt: 150 öffentliche Brunnen gibt es im Stadtgebiet, nicht alle plätschern – aber alle haben ihre eigene, bewegte Geschichte. Wir stellen einige vor.

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